Diese 10 Dinge brauchts vor der ersten Geburt

Von Florina Schwander, 2. Oktober 2016

Jede werdende Mama, jeder zukünftige Papa kennt sie: Die schwindelerregend langen Listen mit allen möglichen Sachen, die man unbedingt noch besorgen muss vor der Geburt des ersten Kindes. Aus meiner kurzen Erfahrung als dreifach-Mama meine ich: Ihr braucht nicht die Hälfte von all den Sachen auf diesen Listen. Hier kommen meine 10 persönlichen Must-Haves, die ihr vor der Geburt besorgen solltet.

ListevorGeburt

  • Wickelbodys
    Noch bis kurz vor der Geburt meines ersten Kinds war es mir ein Vergnügen, mich durch die Babyabteilungen zu rollen und härzige Teilchen zu ergattern. Als ich dann aber nach der Geburt zum ersten Mal beim Wickeln überlegt habe, diesen sehr härzigen, leider sehr vollgeka*** Body lieber aufzuschneiden als über den Kopf meines Babys ziehen zu müssen, da habe ich gemerkt, dass Diane von Furstenberg schon recht hatte – es geht nichts über die Wickeltechnik. Deshalb: Lasst die Finger von allen schönen Bodys, Strampler und Co., deren Schliessmechanismus sich auf der Rückseite befindet oder die, noch schlimmer, ohne jegliche Öffnung abgesehen vom Kopf auskommen. Kauft Wickelbodys, en masse, ihr werdet es mir danken.
  • Kinderwagen
    Logisch, werdet ihr denken, das Kind will einen privaten Uber mit ständiger Verfügbarkeit. Da ihr allerdings der Chauffeur dieses Gefährts seid, nehmt euch Zeit bei der Auswahl. Wie haben wir gelacht, als wir in einem grossen Babygeschäft eine Teststrecke mit fake Kies und Trottoir-Rändli entdeckt haben. Nachdem ich aber beide Male nach der Geburt meiner Kids die jeweiligen Kinderwagen ausgetauscht habe weil ich so unzufrieden war, würde ich heute sogar noch einen drauflegen: Geht nicht nur auf die Teststrecke mit dem Gefährt eures Wunsches, sondern legt auch noch Gewicht rein. Bei einem Baby (und noch mehr bei Zwillingen) ändert das ganz schnell die Wendigkeit und Flexibilität des Wagens.
  • Trage
    Man hört es immer wieder, es gibt Leute, die mögen Uber nicht. Und, ihr ahnt es, es gibt Kinder, die finden ihren Kinderwagen alles andere als läss. (Ihr ahnt, zum zweiten, zu welcher Kategorie meine Kids gehören. Wie man Zwillinge durch die Gegend schleppt statt schiebt, das erzähle ich ein anderes Mal, damit fülle ich einen Post für sich.) Die gute Nachricht zuerst: Viele Kinder, die ungern im Wagen liegen, ändern ihre Meinung mit der Sitzposition. Meine Kinder habe ich jeweils mit rund sechs Monaten aus der Babywanne in den Sportsitz verlegt. Erstens hatten sie keinen Platz mehr in der Wanne, zweitens passte ihnen die Position so viel besser. Bis dahin aber heisst es: Hopp de Schlepp! Ich rate allen werdenden Eltern: Kauft oder leiht euch vor der Geburt irgendeine Art von Babytrage aus. Egal ob ihr auf Selbstbinde-Tücher oder andere Arten von Tragehilfen steht, es wird eure Nerven (und Arme) entlasten, wenn ihr euer Baby schnell umschnallen könnt, wenn es im Wagen unzufrieden ist. Ich persönlich bin mit einem elastischen Tuch und später einem Ergobaby sehr gut gefahren, oder besser: gelaufen-schleppt.
  • Nuschis
    Ich habe vieles unterschätzt, bevor ich zum ersten Mal Mutter wurde, klar. Am frappantesten tat ich dies bei den Nuschis. Bisher kannte ich die Mullwindeln (so heissen die Tücher übrigens richtig, falls ihr welche kaufen wollt) nur von den verhassten Essigwickeln aus der Kindheit oder schlimmen Batikhalstuchfärbversuchen aus der Teenagerzeit. Da mir meine Kinder aber jeweils als Zeichen ihrer dankbaren Sättigung nach jeder Fütterung ein kleines Post-Amuse-Bouche auf der Schultergegend hinterlassen, brauche ich Unmgengen dieser Nuschis. Mein Tipp: Fragt mal eure Eltern nach etwaigen Tücherresten aus eurer Kindheit und ortet sie vorsichtshalber mal schon im nächsten Coop/Migros, falls euer Baby auch zur grosszügigen Resteverwerter-Sorte gehört. (Ein kleiner Trost der Kinderärztin an der Stelle: Speikinder = Gedeihkinder.)
  • Unterhosen
    Eine Freundin von mir schenkte mir vor der Geburt normale Unterhosen. Damals konnte ich mit den Bridget-Jones-Schlüpper nicht viel anfangen, doch kurz nach der Geburt merkte ich, dass dies eines der besten Geschenke überhaupt war. Für die Zeit nach der Geburt lohnt es sich nicht, mit Material am Füdli zu sparen, eure Tangas könnt ihr dann später wieder anziehen. Warum? Et voilà: Danke, Amanda Bacon.
  • Essen
    Schon als Kind bin ich schnell hässig geworden, wenn ich Hunger hatte. Das hat sich auch im Erwachsenenalter nicht geändert und dann kamen noch die Hormone dazu, halleluja. Falls ihr auch zu der Kategorie Mensch gehört: Informiert euch, welches Restaurant in eurer Nähe Take-Away-Menüs anbietet. Füllt euer Gefrierfach und bittet Freunde um Essensgutscheine zur Geburt.
  • Söckchen und Mützchen
    Bei mir sind es meine Mama und Tante Didi, deren Nadeln abends vor dem TV heiss klappern. Wenn euer Baby nicht gerade im Hochsommer auf die Welt kommt, wird es Verstärkung an Kopf und Füssen brauchen. Die meiste Körperwärme geht nämlich über den Kopf flöten. Schon bald ist wieder Weihnachten, lasst euch doch mal wieder Socken schenken, im Mini-Format.
  • Dondolo-Nonomo
    Dondo-was? Bevor ihr googelt: Ein Dondolo ist eine Hängematte für Babys, der Markenname lautet so. Ich schwöre auf die Dinger, obwohl ich auch Kinder kenne, die nicht gerne darin liegen. Bei meiner ersten Tochter funktionierte das Dondolo, wenn sonst gar nichts mehr ging, so dass ich auch für die Zwillinge bei der ersten Gelegenheit ein Doppel-Dondolo ersteigert habe auf Ricardo. Die Duo-Hängematte kommt von Nonomo und nennt sich Federwiege. Jetzt dürft ihr googeln … 😉

mamamood-3

  • Wippe von Babybjörn
    Falls meine Jungs mal Profifussballer werden: Ihre Karriere hat in der Wippe von Babybjörn angefangen. Da wird den ganzen Tag in die Luft gekickt, was das Zeug hält, und dazu fröhlich gegluckst. Es gibt natürlich eine Vielzahl anderer Wippen, mein Favorit ist aber die von Babybjörn, zumal man sie auch einfach zusammenklappen und mitnehmen kann.
  • Stillkissen
    Ich möchte mich auf keinerlei Ratschläge zum Thema stillen oder nicht einlassen, das muss jedes Elternpaar für sich selber entscheiden. Falls ihr aber stillen möchtet oder schon ein Stillkissen zuhause habt: Bravo, eine gute Investition! Ich habe das Stillkissen in den letzten Schwangerschaftsmonaten beim Schlafen als Bauchablage benutzt und heute dient es mir als Unterlage für den Laptop beim Tippen dieses Blogposts. Dazwischen wars gäbig als Lagerungskissen im Stubenwagen, Begrenzung im Laufstall und natürlich als Stillkissen. Für stillende Zwillingsmamas empfehle ich übrigens ein spezielles Stillkissen im Stil des My Brest Friends.

Diese Liste ist, wie gesagt, persönlich. Ihr mögt gewisse Dinge davon überflüssig finden, während wiederum andere Items fehlen. Ich bitte um eure Meinung, schreibt mir ein Feedback im Kommentar! Als nächster Post folgt dann meine Liste mit den 10 Dingen, die ihr vor der Geburt NICHT braucht für euer Baby …

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