Diese 10 Dinge braucht ihr NICHT vor der ersten Geburt

Von Florina Schwander, 4. Oktober 2016

Jessas, was war ich ge- und teilweise überfordert mit diesen ganzen Checklisten, die ich vor der Geburt studiert habe. Heute weiss ich: Easy Fury, es braucht nur ganz wenig Zeug. Diese 10 Dinge brauchts meiner Meinung nach und diese 10 hingegen nicht:

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  • Wickeltasche
    Ganz oben auf meiner Anschaffungsliste stand eine Wickeltasche. Keine Ahnung, was ich mir vorgestellt habe, was diese Tasche mehr können sollte als eine normale Tasche, selbst gewickelt hat sie das Baby nämlich nie. Und obwohl ich (auf meinen Wunsch hin) eine wunderschöne Wickeltasche zur Geburt geschenkt bekommen habe, muss ich leider sagen, ich hätte keine gebraucht. Eine geräumige Tasche mit langem Henkel für über den Kinderwagen hätte längstens gereicht. Wenn ihr euch eine neue (Wickel-)Tasche kaufen wollt zur Geburt, dann go ahead, aber brauchen tut ihr sie nicht wirklich. Aber gut, wer braucht schon mehr als eine Tasche, ganz ehrlich …
  • Kleidung mit Knöpfen am Rücken
    Stellt euch vor, ihr verbringt einen ganzen Sonntag auf dem Sofa und müsst dabei eine Jeans mit Knöpfen auf dem Po tragen. Unbequem zum Fläzen und aufs Klo gehen, oder? Genau so verhält es sich mit unpassender Babykleidung. Die armen Dinger verbringen die meiste Zeit liegend irgendwo, also mit viel Körper- und kleiderkontakt. Und da meiner Meinung nach Neugeborenen-anziehen sowieso als olypmische Disziplin aufgenommen werden sollte, wollte ich das An- und Ausziehen inklusive Windeln wechseln so einfach wie möglich halten. Und das heisst: Keine Kleidung mit irgendwelchen Knöpfen oder Reissverschlüssen auf dem Rücken. Strampler sollten idealerweise auf beiden Beininnenseiten Knöpfe haben und Bodys würde ich nur solche zum Wickeln kaufen. Es ist mir ein Rätsel, wieso Hersteller von Babykleidung, und zwar nur Babykleidung, es schaffen, unpraktische und höchstwahrscheinlich auch unbequeme Kleidung herzustellen. Wir zwängen uns immerhin freiwillig in irgendwelche Skinny Jeans, aber unsere Babys?!
    Und noch etwas zum Thema Kleidung:
  • Regenkleidung
    Das wunderschöne gelbe Regenmänteli Grösse 3-6 Monate gehört zu meinen grössten Fehlkäufen überhaupt und ich werde heute noch rot, wenn ich daran denke. Habt ihr schon mal ein Baby durch den Regen laufen sehen? Ja, eben. Entweder das Kind liegt im Wagen unterm Regenschutz oder hat Platz unterm Regenschirm der Eltern, aber Regenkleidung braucht es sicher noch keine, so lange es nicht selber läuft. Das hübsche Regenmänteli (gelb, mit einem blauweiss gestreiften Innenfutter – schmacht) habe ich trotzdem aufbewahrt, vielleicht brauchts die Tochter ja dann mal zum Bäbelen.

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  • Flaschenwärmer und -sterilisator
    Wie schon in einem früheren Post erwähnt, will ich keine Partei ergreifen in Punkto stillen oder Flasche geben. Je nach dem, für was ihr euch entscheidet, braucht ihr gewisse Utensilien nicht und andere dafür schon. Ich habe beispielsweise unnötigerweise einen Flaschensterilisator gekauft. Klar habe ich irgendwann nach dem Stillen dann viele Schoppen gegeben, diese lassen sich aber ganz einfach in der Spülmaschine mit mindestens 60 Grad waschen. Mein Tipp: Informiert euch vor der Geburt über die beiden Füttermethoden und wartet erst mal die ersten Tage ab, wie ihr eure Babys ernähren werdet. Diese Helferlein könnt ihr mal googeln, brauchen tut ihr sicher nicht alles:
    -> Stillen: Salbe für wunde Brustwarzen, Stilleinlagen, Still-BH, Still-Top, Stillkissen, Milchpumpe, Milchaufbewahrungssäckchen fürs Gefrierfach, Schoppenflaschen, etc.
    -> Schöppelen: Pulvermilch (fragt in der Apotheke nach Muster der gängigen Marken), Plastik- oder Glasflaschen, Sterilisator oder Wärmer, Dosierbecher und Thermoskanne fürs Füttern unterwegs, etc.
  • Windeleimer
    Bei uns riechen die vollen Windeln nur nach Rosen … just kidding. Natürlich stinken die Windeln auch bei uns spätestens nach der ersten Breimahlzeit horribelst. Da unser Wickeltisch aber direkt neben einem Fenster steht, können wir auf dem Fensterbrett draussen einen normalen Abfallsack platzieren und die Windeln gleich an der frischen Luft entsorgen. Natürlich geht das nicht immer mit dem Frischluftentsorgen, aber überlegt euch zuerst, ob ihr auch eine solche Möglichkeit habt, bevor ihr einen speziellen Windeleimer kauft. Denn: Windeleimer brauchen Platz, stinken mit jeder Öffnung doch auch ein bisschen und sind zum Nachfüllen mit den extra Tüten nicht billig.
  • Stubenwagen
    Ich spiele ungern den Spielverderber, aber vergesst all die wunderschönen Vintage-Stubenwagen, ihr braucht das Teil nicht wirklich. Oder wenn, dann nur als Ablage. Schon Monate vor der Geburt hatte ich einen ganz tollen alten Stubenwagen ersteigert und diesen noch herausgeputzt und aufgehübscht. Unsere Tochter lag dann auch ein paar Mal drin, diese paar wenigen Male rechtfertigen die Anschaffung des tollen Wagens aber leider nicht. Sie wollte lieber auf einem Arm schlafen oder in der Hängematte.
  • Sonnenschirm am Kinderwagen
    Dieses Not-Have kommt nicht nur von mir. Als ich diesen Post schrieb und meinen Mami-Freundinnen davon erzählte, meinte sicher jede zweite, dass auf die Non-needed-Liste auf jeden Fall die Sonnenschirme für den Kinderwagen kommen müssen. Diese Schirme sehen zwar adrett aus und hey, Sonnenschutz muss sein, klar, aber die Schirme sind meist unpraktisch in der Anwendung, zu gstabig und im Endeffekt doch nie dort, wo die Sonne her kommt, sondern fegen beim ersten Windstoss Mamas Sonnenbrille von der Nase. Lieber in ein Sonnensegel investieren oder halt auch den Wagen mal rückwärts ziehen, wenn die Sonne grad direkt reinscheint.
  • Pflegeprodukte fürs Baby
    An meiner Babys Fudis lasse ich nur … Wasser. Weil sie es mir wert sind. Selber schmiere ich mir noch so gerne drei Schichten Crème aufs Gesicht und wenn man die ganzen Regale voller Babypflegeprodukte sieht, dann könnte man es mit unseren Kleinen genau so machen. Doch Fakt ist, die meisten Babys brauchen es wirklich nicht und viele Produkte irritieren die Haut mehr, als sie ihr nützen. Die ersten Monate habe ich also sowohl ohne irgendwelche Zusätze gebadet und auch beim Wickeln nur warmes Wasser verwendet. Fein riechen sie eh, die kleinen Schnüger, da brauchts kein spezielles Shampoo dafür.
  • Reisebett
    Keine Ahnung, was mich da für ein optimistischer Teufel geritten hat, jedenfalls war unsere erste Anschaffung ein Reisebett. Und zwar eine Art Höhle, von der wir dachten, dass unsere Tochter dann sicher mega gerne … Ja, ihr ahnt es. Nie gebraucht. Mehr als drei Minuten in der Horizontalen waren da nur irgendwelche Stofftiere drin. Klar sind wir anfangs auch mal verreist, aber da hat unsere Tochter schlicht und einfach in der Babywanne vom Kinderwagen geschlafen. Die kannte sie schon und die fand sie (meistens) schön kuschlig und gemütlich. Später schlief sie dann ab und an mal in einem Reisebett, aber nie in unserem – irgendwie haben doch alle Grosseltern/Freunde/Hotels oder sogar AirBnBs noch ein altes Kinderbett, so dass wir unseres gar nie mitnehmen mussten.
  • Babybadewanne
    Unsere erste Tochter haben wir noch brav in der Babywanne gebadet. Sie fands so halb cool, wir auch. Unsere Rücken litten und sie wollte lieber mit jemandem von uns zusammen plantschen. Mit den Zwillingen haben wir dann die Badesessions zusammengelegt. Einer von uns steigt mit der Tochter in die Wanne, der andere reicht zuerst den einen, dann den anderen Zwilling mit rein. So kann sie ausgiebig plantschen und die Jungs sind nicht alleine in der Wanne und alle findens toll. Und wir haben etwas weniger, das unnütz rumsteht und Platz frisst. Diese Sitze für die Wanne haben wir übrigens auch getestet, die kamen auch gar nicht gut an, von mir aus gesehen also auch ein Not-Have.

Diese Liste ist, wie gesagt, persönlich. Ihr mögt gewisse Dinge davon sehr wohl nützlich finden, während bei euch andere Sachen verstauben. Ich bitte um eure Meinung, schreibt mir ein Feedback im Kommentar!

 

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