Das erste Babyjahr in 12 Highlights

Von Florina Schwander, 24. Februar 2017

In wenigen Tagen feiern unsere Zwillinge ihren ersten Geburtstag. Ich bin gleichzeitig total gerührt, schon nostalgisch, aber auch erleichtert; das erste Jahr war und ist nicht einfach. Wir haben uns über jeden Meilenstein gefreut und jeden schönen Tag, jede lustige Stunde mit den Messieurs genossen, waren aber auch froh, dass sie Monat für Monat selbständiger und zufriedener wurden.

Nein, ich hatte keine Zeit, einen Kuchen vorzubacken für die Jungs. Das ist der Geburikuchen der Duchess, Monsieur a und b bekommen aber an ihrem Tag dann auch einen feinen „Foggikuchen“.

Wir sind uns des enormen Glücks bewusst, das wir tagtäglich mit drei glücklichen und gesunden Kindern erleben dürfen. Trotzdem war dieses erste Jahr mit zwei Babys und einer Zweijährigen nicht einfach und wir sind alle an unsere Grenzen gekommen. Ich habe das erste Jahr hier festgehalten mit zwölf praktischen Highlights, Monat für Monat. Das soll überhaupt nicht als Massstab gelten und bitte vergleicht nicht mit euren Kindern. (Zumal unsere sowieso eher den Berner Touch geerbt haben und sich für viele Sachen Zeit gelassen haben, was auch völlig in Ordnung ist.) Ich war manchmal froh, dass ich wusste, es geht weiter – bald können sie schon wieder mehr und man merkt auch, wie zufrieden die Jungs werden, wenn sie wieder etwas gelernt haben und so ihre Umwelt immer besser kennenlernen können.

Das erste Babyjahr

Nach dem 1. Monat mussten wir nachts nicht mehr wickeln
Nach dem 2. Monat kam das erste Lächeln
Nach dem 3. Monat hatte sich die Verdauung soweit eingependelt, so dass „gaggeln“ nicht mehr der Lebensinhalt war und die Jungs (und wir) uns etwas entspannen und anderen Sachen zuwenden konnten. Hier muss ich noch anmerken, dass unsere Messieurs nie wirklich Kolliken hatten, aber ich habe trotzdem gemerkt, dass ihr Körper das mit dem Hunger, der Milch und dem Verdauen letzterer noch üben muss. Spannend war dabei auch der direkte Vergleich der beiden Jungs, der eine musste viel öfter … Uhoh. Ich gleite ab in den klischierten Eltern-Talk über den Windelinhalt. Sorry.
Nach dem 4. Monat kam so etwas wie ein Rythmus und zeitweise lagen sie auch kurz alleine auf ihrem Spielteppich und brauchten nicht mehr konstant Elterntainment.
Nach dem 5. Monat haben sie angefangen, Brei zu essen. Zuerst Gemüse am Mittag, dann Früchte am Abend und zum Schluss einen Milchbrei abends und zum Frühstück ein Babymüesli.
Nach dem 6. Monat haben sie sich langsam angefangen zu drehen, allerdings nur vom Bauch auf den Rücken und meist eher zufällig als gewollt. Beidseitig haben sich all unsere Kinder erst viel später gedreht. Man hat aber laufend gemerkt, dass sie selbständiger werden in ihren Bewegungen, das auch merken und sich darüber freuen.
Nach dem 7. Monat hat bei uns das Spucken fest abgenommen und ich konnte unseren Nuschivorrat drastisch reduzieren. Das „Eau de säuerliche Milch“ hängt mir zwar immer noch in der Nase, ist aber immerhin nicht mehr dauernder Begleiter auf den Schultern.
Nach dem 8. Monat konnten die Jungs einigermassen selbständig sitzen, zur Sicherheit meist noch mit Kissen gepolstert. Die neue Perspektive fanden sie toll und haben auch angefangen, sie gegenseitig zu unterhalten. Sehr unterhaltsam für alle Beteiligten, inklusive der grossen Schwester.
Nach dem 9. Monat kamen die ersten Zähne und sie entdeckten immer mehr Lebensmittel wie Brotrinden oder weiche Birnenschnitze. Endlich haben sie auch begriffen, wie man aus der Schoppen trinken kann.
Nach dem 10. Monat konnten sich beide gut fortbewegen, allerdings beide auf dem Po, so wie auch schon die Duchess.
Nach dem 11. Monat fingen die Jungs an, sich mehr mitzuteilen: Sie winken uns und sagen „Mama“, zumindest der eine. Für mich immer noch wunderschön, auch nachts um 3 Uhr. Ein geschrienes „Mama“ ist mir definitiv lieber als „Määäh“. Die beiden stehen auf und es ist schön zu sehen, wie die beiden unsere Wohnung noch einmal neu entdecken.
Nach dem 12. Monat … wissen wir noch nicht genau, was jetzt kommt. Wir freuen uns jetzt erst mal so sehr, dass wir dieses erste Jahr geschafft haben, dass wir viele schöne Momenten geniessen durften und uns alle kennenlernen konnten. Wir freuen uns auf hoffentlich noch ganz viele Highlights! Das mit dem Schlaf zum Beispiel wäre doch was – vielleicht dann für den zweiten Geburtstag?

Lieber Monsieur a, lieber Monsieur b, schön, dass ihr bei uns seid, wir haben euch ganz fest lieb.

Wenige Tage nach der Geburt, noch im Krankenhaus. Unglaublich, wie viel in diesem ersten Jahr passiert ist! Danke für alles.

 

Kommentare