Eisentabletten oder Walfischplazenta: Eure Tipps gegen Haarausfall nach der Geburt, Teil 1

Von Florina Schwander, 4. Mai 2017

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„Geduld“ lautet das Rezept der Experten gegen Haarausfall nach der Geburt. Nun, meine Stärke war Geduld noch nie und als ich nach der Duchess zwar nicht direkt Haare, aber dafür meine Locken verloren habe, stand Geduld als allerletztes Hilfsmittel auf meiner Ach-Herrje-Was-Tun-Liste. Schon in der Schwangerschaft mit den Messieurs habe ich dann noch mehr Locken verloren und heute sind lediglich ein paar Alibi-Wellen übrig. Ich habe zwar dreimal so viele Haare wie früher, aber meine Locken sind weg und gerade fallen sie mir auch vermehrt aus, oder werden von den Herren ausgerissen bei den Gehversuchen … Ausser hoffnungsvollem Kneten nach jeder Haarwäsche habe ich allerdings nichts konkretes unternommen, um meine Locken wiederzubekommen. Ich hoffe auf den nächsten Hormonschub, so lange gehts ja nicht mehr bis zu den Wechseljahren. Ehm, ja. Geduld habe ich also immer noch keine, dafür jetzt einen Pony.

Was andere Mamas gegen neue Haarstrukturen und vor allem gegen Haarausfall nach der Geburt gemacht haben, das lest ihr hier. Teil 2 folgt nächste Woche.

Eisentabletten
„Ich hatte fest Haarausfall. Irgendwann habe ich die Frauenärztin angerufen. Wir haben Eisen getestet und das war sehr niedrig. Sie hat mir Eisentabletten verschrieben, das hat geholfen. Ob es daran lag oder die Zeit einfach alle Haarwunden heilt – keine Ahnung.“ Geraldine, 1 Kind

Walfischplazenta
„Ich schwöre auf Walfisch-Plazenta. Klingt eklig und kommt über Amazon (!), hat mir aber geholfen, mehrmals.“ Katriina, 2 Kinder

„Hier sieht man gut, wie die Haare wieder nachwachsen. Ich bin froh, eine Zeit lang war es wirklich schlimm!“ Katriina mit ihren Zwillingen

Geduld und gute Ernährung
„Ich kann mich noch gut erinnern, wie glücklich ich war, als mir nach der Geburt unserer Tochter entgegen allen Lehrbüchern nicht büschelweise Haare ausfielen. Leider währte die Freude nicht besonders lange, denn pünktlich einen Tag nach dem Abstillen begann der Kahlschlag auf meinem Haupt. Und ja, das ist natürlich ein wenig übertrieben, aber wer schon einmal beim Bürsten der Haare plötzlich eine dicke Strähne in den Händen hält, der weiss, dass es lustigere Momente gibt im Leben.

Ich versuchte das haarige Elend abzufedern mit einem teuren Kosmetik-Produkt zur Stärkung des Haarwachstums – leider mit mässigem Erfolg. Allerdings: Das war im Jahre 1999 und entsprechend hat sich viel getan in der Kosmetikindustrie. Mittlerweile, da bin ich überzeugt, taugen diese Produkte gegen Haarausfall – wir reden hier von Kosmetika, nicht Medizin – sicher um einiges mehr und sind einen Versuch wert.

Im übrigen, so denke ich, hilft im Grunde nur eines: Geduld. Und frische, gute Ernährung mit viel Grünfutter sowie ausreichend Schlaf. Bei mir auf jeden Fall erledigte sich das Problem nach rund sechs Wochen von selbst, was ich mit einem Besuch beim Coiffeur feierte, der meine Haare – ich traus mich fast nicht zu sagen – auf meinen Wunsch per Dauerwelle zu kleinen Löckli formte.“ Katrin, Beauty-Bloggerin bei www.sonrisa.ch, 1 Kind

Katrin mit Töchterchen Anna 1999

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