Nicht ohne meine … verfluchte Sonnencrème

Von Florina Schwander, 8. Juni 2017

In der Serie «Nicht ohne mein/e …» verraten euch andere Mamas und Papas, was ihr praktischster Begleiter für den Spielplatz ist. Sie zeigen ihre Wickeltasche oder ihren Rucksack und beschreiben, was in dieser Tasche nie fehlen darf.

Markus und der Brecht, 3 Jahre, in der Nähe von Bern

Welche Tasche nimmst du mit auf den Spielplatz?
Spielplätze besuchen wir meist nicht gezielt, sondern als Zwischenstopp auf Ausflügen aller Art. Da ich oft eigene Habseligkeiten mitführe und nicht mehrere Taschen schleppen will, stopfe ich das Kinderzubehör in meine Laptoptasche. Wenn wir besonders leicht reisen wollen, packe ich die wichtigsten Wickelsachen in einen Gymbag, oder wie wir hier in Bern etwas weniger hipsterig sagen, «ines Kitchener-Seckli».

Beschreibe bitte den Inhalt deiner Tasche:
Die Basisausstattung meiner Laptoptasche ist so umfangreich, MacGyver würde glatt sein Taschenmesser dagegen eintauschen: Laptop (wenig überraschend), Zahnbürste, Kartenlesegerät fürs E-Banking, diverse Schreibwaren, Visitenkarten (eigene und fremde), Kopfhörer, Handschuhe (komischerweise auch im Sommer), Steckeradapter, Euro, Pässe … man weiss ja nie.

Für den Brecht kommt hingegen nur das Wichtigste mit: Windeln und Feuchttücher, da es mit der Stubenreinheit beim konzentrierten Spiel noch hapert. Pflaster, weil der Brecht seine Geschicklichkeit von mir geerbt hat und wie seine Mutter kein Blut sehen kann. Bei Snacks und Getränken unterscheiden sich die Philosophien in unserer Familie: Meine Frau zieht am liebsten den Kühlschrank und drei safaritaugliche Kanister Wasser hinter sich her. Ich stecke an guten Tagen einen Müsliriegel für den Notfall ein. Im allerschlimmsten Fall können wir unterwegs immer noch Handschuhe und Steckeradapter gegen Essen tauschen.

Was muss immer mit auf den Spielplatz?
Aktuell die Sonnencrème. Nicht etwa, weil wir sie toll finden, oh nein. Der Brecht und ich können Sonnencrème nicht ausstehen. Dieses ekelhaft klebrige Gefühl auf der Haut, der komische Geruch. Fast so schlimm wie die unberechenbare Viskosität beim Verstreichen, die dafür sorgt, dass man immer zu wenig oder zu viel aufgesprüht hat, aber ja nie die perfekte Menge. Der Brecht und ich schmieren uns jeweils heulend und zeternd gegenseitig ein. Als Ehrenbotschafter für den Hauttyp 2 bleibt uns allerdings nichts anderes übrig, als in die weisse Suppe einzutauchen und uns heimlich auf den Winter zu freuen.

Welches sind deine Lieblings-Spielplätze?
In unserem Kuhdorf gibt es keine öffentlichen Spielplätze. Wir haben deshalb einen Sandkasten hinters Haus gebaut. Dort wohnen jetzt Ameisen und heute Nacht hat der Marder reingekackt. Wer weiss, vielleicht vertreibt’s die Ameisen.

Meistens reisen wir als Spielplatznomaden durch dichter besiedelte Gegenden und probieren jede Rutschbahn aus. Einen Heim-Spielplatz haben wir nicht, einen Lieblingsspielplatz komischerweise auch nicht. Unser Motto:  «ASAB – all Spielplätze are beautiful». Müsste der Brecht fünf Favoriten nennen, wären es wohl die Folgenden: Der alternative Spielplatz Schützenweg in Bern, das Niesendörfli auf dem Niesen, der Spielplatz auf der Sechs-Seen-Platte in Duisburg, Kid’s World in Santa Barbara und der Joe DiMaggio Playground in San Francisco.

Ich musste auch beim siebten Mal lesen noch grinsen, vielen lieben Dank fürs Mitmachen, lieber Markus! Wer mehr vom Papa Brecht lesen will, kann dies auf dem Mamablog tun. Und wer gerne mithalten möchte mit Herr Tschannens Humor, der oder die soll sich doch gerne melden unter einfachdreifach.blog (at) gmail.com.

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