Breis von Yamo im Test: Zwischen Gläschen und Selbstgemixtem

Von Florina Schwander, 16. Juli 2017

Yamo will den Breimarkt aufmischen – oder besser gesagt: aufmixen. Das Zürcher Startup der drei Gründer Luca, José und Tobi stellt mit einem neuen Verfahren Babybreis her, die komplett ohne Zusatzstoffe auskommen und gleichzeitig alle nötigen Vitamine beinhalten. Während konventionelle Gläschennahrung via Hitzesterilisation hergestellt wird, werden die Yamo-Breis (übrigens alle in der Schweiz) mittels Hochdruckpasteurisation gemacht. Die Yamo-Breis sind so zwar nicht über Jahre haltbar wie die üblichen Gläschen aus dem Grossverteiler, dafür aber bleibt die natürliche Farbe der Zutaten und alle Vitamine erhalten, so dass nichts mehr künstlich beigefügt werden muss. Kühl gelagert sind die Breis zudem immer noch rund vier bis sechs Wochen haltbar.

Die Brei-Boxen sind rezyklierbar. Geliefert werden sie im praktischen Kühlbeutel. Mein Highlight: Die lustigen Namen wie David Zucchetta oder Mango No. 5

 

Klingt super, aber schmeckts auch?

Yamo setzt sich zusammen aus yummy, fein, und amo, ich liebe. Aber lieben die Kleinen den Brei auch wirklich? Ich habe den Test mit den Messieurs gemacht, da waren sie rund elf Monate alt und gingen gegen das Ende ihrer Breikarriere zu. Sprich: Sie hatten sich schon gut an Breis gewöhnt und waren mit ein paar Ausnahmen dankbare und zufriedene Mampfer.

Kinderarbeit, freiwillig: Die Duchess füttert die Messieurs

Ich habe sowohl bei der Duchess wie auch bei den Messieurs die Breis hauptsächlich selber gemixt*. Für mich war das einfacher als Gläschen heimschleppen, rumstehen haben, auswaschen und wieder zurückbringen. Zudem fand ich das Aussehen und den Geschmack einiger Gläschen wirklich widerwärtig (Whyskas meets durchnässten Karton, so ungefähr). Aber jedem das Seine und ich bin auch kein Nestlé-Mullah, auch bei uns gabs zwischendrin mal ein Gläschen. Zurück zu den Yamos: Die Jungs assen auch diese Breis mit Vergnügen, vor allem die fruchtigen, süssen Breis. Bei einigen Gemüsebreis musste ich, wie bei meinen selbstgekochten auch, noch ein paar Löffel Apfel-Mango-Mark von Alnatura beigeben, dann fanden auch diese kulinarischen Anklang. Resultat: Die Jungs mochten Yamo – und somit ich auch.

Liebe geht durch den Bauch, alles andere landet auf dem Boden oder an der Wand. Die Yamo-Breis werden regelmässig von kleinen und grossen Testessern geprüft und werden auch von einigen Krippen verwendet.

Preislich liegen die Breis etwas über dem Supermarkt-Gläschen-Preis, logisch, mit denen kann man auch beim Selberkochen eigentlich nicht mithalten, wenn man auf Bio-Zutaten achtet und die Arbeitszeit mitrechnet. Die Breis kosten zwischen 3.50 und 4.50 Fr. (120 g). Dazu kommen noch Lieferkosten, wenn man die Breis im Online-Shop bestellt. Die Verfügbarkeit in ausgewählten Bioläden wird laufend ausgebaut, momentan gibts die Yamo-Breis zum Beispiel im Bachsermärt in Zürich.

Besonders praktisch: Die Yamo-Box wächst mit dem Kind mit. Ausgehend vom Geburstdatum, Appetit und Vorlieben, wird eine spezielle Box zusammengestellt und automatisch nachgeliefert, wenn die Breis fertig sind.

Yamo: zwischen Hipp und hip

Wer bis hier gekommen ist mit lesen hat gemerkt, dass ich recht begeistert bin von den Yamo-Breis und sie auf jeden Fall als Ergänzung zum selbstgekochten Brei kaufen würde, sollte ich wieder … nun, nein. Ihr versteht, was ich meine. Vollends überzeugt hat mich aber die Geschichte, wie die Idee für Yamo eigentlich entstanden ist. Zwei der drei Gründer haben sich einen Monat lang vegan ernährt und sich währenddessen genauer mit den Inhaltsstoffen einiger Lebensmittel auseinandergesetzt. Dabei sind sie auf Babynahrung gestossen, die älter als ihre Konsumenten und zudem deutlich länger haltbar ist … da war doch etwas faul im Staate Babynahrungsmarkt! Und so beschlossen drei junge, (noch) kinderlose Männer, ab sofort guten Babybrei herzustellen für die nächste Generation. Und das mit viel Herzblut und Humor, da ist der Heisshunger der Kleinen garantiert.

José und Tobi vom Yamo-Gründerteam am Herd

Wer also gerade im Breialter ankommt mit seinen Kleinen und gerne eine Alternative zu Gläschen oder selbstgemachtem Brei möchte, der ist mit Yamo bestens bedient. Ich kann die Breis wirklich empfehlen, sie haben den Härtetest gleich doppelt bestanden bei unseren Messieurs.

Ein Testpaket mit sieben Breis kann man über www.yamo.ch für rund 38 Fr. bestellen, viele weitere Fragen zum Thema einfrieren der Breis, aufwärmen etc. gibt es auf der FAQ-Seite.

*siehe auch: Breimixer im Test. Mein Testbericht vom Philips-Avent-Breimixer inklusive drei ultimativen Breitipps.

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